| Woher kommen die Waldenburger Töpfer? |
|
Die Stadt Waldenburg gliedert sich in drei
kleine Stadtteile, Oberstadt, Mittelstadt und Altstadt auf. Arten der Töpfer Die ersten Töpfer
Waldenburgs haben - wie wohl keinem Zweifel unterliegt - anfänglich
nur Geschirr und Gefäße fürs Haus und die Küche
hergestellt. Erst später - im 15., hauptsächlich im 16. Jahrhundert
- kam die Herstellung von Gefäßen und Retorten für
technische Zwecke - insbesondere dem Bergbau und die Schmelzhütten
- dazu. Um jene Zeit wird auch zuerst die Anfertigung von Öfen erfolgt
sein
und zuletzt schloss sich die Herstellung von Tontabakspfeifen
an. Zur Anfertigung von Gefäßen und Geschirr wurde hauptsächlich
die mit den Füßen in Bewegung gesetzte Drehscheibe benutzt. |
|
Die Waldenburger Töpfer |
|
|
Die ältesten Töpferfamilien, die urkundlich erfasst sind haben die Namen Hahn und Schulze. Diese sind im Jahr 1493 laut Erbzinsregister die Namen Martin, Merten Han, Nickl Han, Bartel Schultes und Cospar Schultes. Clemens Han hat 1522 die von ihm hergestellten Krüge und Deckelkannen Wagenweise nach Leipzig und 1560/61 nach Dresden zum Verkauf geschafft. 1524 hat Hans Han Ofenkacheln nach Zwickau geliefert. Im Verzeichnis der Töpfermeister, die 1590 Ofen- und Brennzins zahlten, finden sich die Namen Hahn einmal, Schulze fünfmal, Schmiedel einmal. 1590 wird ein Gregor Schultz, der Schultze genannt wird, erwähnt. Die Töpferfamilie Schulze hat sich sehr lange erhalten. Ein Nachkomme war Otto Hermann Schulze, der eine Ofentöpferei bis 1960 betrieb.
|
|
| 1609 bis 1650 | Sieber, Streiche, Vieweg, Körner, Schmiedelt, Hänsgen, Hoppe und Hübler |
| 1651 bis 1750 | Körner, Schulze, Bauch, Lindner, Tauscher, Steinbach, Chares, Heinzinger, Sieber, Resch, Schneider, Hoppe und Schmiedelt |
| 1751 bis 1850 | Schindler, Sieber, Bauch, Chares, Resch, Zeisig, Mann und Funke |
| 1810 bis 1868 | waren zum großen Teil die Familien Chares mit vier Brüdern und Bauch in Waldenburg für die Töpfereien bestimmend |
| ab 1868 | werden die Familien Chares fünfmal, Gledisch und Hänsgen viermal, Resch, Schulze, Sieber und Wild zweimal in Waldenburg tätig. |
Im Jahr 1781 gab es in Waldenburg 44, 1798 36, 1826 30, 1876 19, 1895 12, 1936 8 und 1968 waren es noch 4 Werkstätten. |
|